ein paar Tipps zur Erziehung der Hunde - Seeblickbulls

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ein paar Tipps zur Erziehung der Hunde

Tipps
Wir können und wollen Niemandem vorschreiben, wie er seinen Hund zu erziehen hat, aber vielleicht einige Anregungen geben. Man sagt gern mal: "Jeder muss seine Erfahrungen (Fehler) selbst machen, um daraus zu lernen.", aber das ist so auch wieder nicht richtig. Man kann auch gern von den Erfahrungen anderer lernen, um einige Fehler gar nicht erst zu machen.

Ich habe unlängst einen guten Spruch gelesen, der von Albert Einstein stammt:
"Wir können ruhig von den Fehlern anderer lernen, denn das Leben ist viel zu kurz, um alle Fehler selbst zu machen!"

Auf vielen Homepages von Hundezüchtern haben wir Seiten mit Erziehungshilfen gefunden.
Das macht sicherlich Sinn, wenn man dem neuen Halter die Eigenheiten einer Rasse darstellen will. Die Eltern geben den Schwiegerkindern ja auch immer eine Reihe von Verhaltensregeln an die Hand, wie sie mit ihrer Tochter / ihrem Sohn umzugehen haben... - aber - richten die sich danach?
Ich (Hanno) bin jetzt mehr als fünfzehn Jahren in der Lehre tätig - und wenn ich etwas in der Zeit gelernt habe, dann sind es diese beiden Regeln hier:
  • Regel 1: Man kann Niemandem etwas erklären, was der nicht wissen will!
  • Regel 2: Wer wirklich Interesse hat, macht sich auch kundig.

Daraus egeben sich aber - aus meiner Sicht - die vier folgenden Fragen:
  • Frage 1: Wo macht man sich kundig?
  • Frage 2: Was soll man lesen?
  • Frage 3: Wer ist der richtige Trainer?
  • Frage 4: Wem kann man wirklich vertrauen?
Das wissen wir auch nicht.

Wir können nur Tipps und Anregungen geben. In 90% alle Fälle wäre aber der Tipp:
Nicht der Hund muss in die Schule, sondern sein Herrchen oder Frauchen!
Hundeschule | Hundetrainer | Hundeflüsterer
Ich nehme den Kernsatz mal vorweg:
Wir meinen inzwischen einige gute Trainer und auch sehr gute Literatur gefunden zu haben.

Um eingeschliffene Fehler bei sich selbst überhaupt entdecken und dann auch noch wieder abstellen zu können, ist von Zeit zu Zeit die Konsultation eines Hundetrainers wirklich angeraten - so wie ein Check beim Arzt.
Außenstehende sehen die Sache auf jeden Fall kritischer als man selbst. Manchmal ist es ja einfach auch nur erforderlich, dass man weiß warum man etwas tun soll, um es dann auch tatsächlich konsequent zu tun;
weil man halt den Grund weiß und es nicht nur eine Marotte ist!
Manchmal ist es auch nur wie mit dem "Ei des Columbus":
Alles ist einfach, wenn Einem erst Einer gezeigt hat wie es geht.
Alles ist um so leichter konsequent einzuhalten, wenn man weiß warum man es tut - sage ich noch dazu!

Das war natürlich nicht immer so.
Als DIEGO damals begann Probleme zu machen, weil wir ihm seinen Platz im Rudel nicht deutlich genug machen konnten, haben wir uns an eine Reihe von Hundetrainern und gar Tierpsychologen gewandt. Als wir dann aber merkten, wie ratlos fast alle so genannten "Hundetrainer und -kenner" waren und welche zum Teil schwachsinnigen Tipps und Anweisungen wir bekommen haben, haben wir das Vertrauen in sie verloren.
Seit wir wissen, wie leicht man an ein so genanntes "Hundetrainer-Seminar" kommen kann und wahrscheinlich ebenso leicht an ein solches Zertifikat, ist das kein Wunder mehr.

Wir wollen hier Niemandem "auf die Füße treten", denn es gibt sehr viele und sehr gute Trainer, aber sie zu finden ist halt schwer.

Es geht zum einen um die Frage des Vertrauens zwischen Hundehalter und Hundetrainer und zum anderen um die Frage ob dieses Training die hier vorliegende Mensch-Hund-Beziehung weiterbringt. Sicherlich ist ein lustiger Nachmittag oder Vormittag mit vielen Hunden und deren Herrchen und Frauchen ein toller Zeitvertreib und für so manchen Hundebesitzer schon ein toller Erfolg, wenn sein Schützling "heute mal keinen anderen Hund gebissen hat".
Aber ist es das?

  • Was ist Hundeschule? Was bewirkt sie?
  • Was ist Hundetraining? Was bewirkt es?
  • Was ist Hundeflüsterei? Gibt es das überhaupt?
  • Was hat es mit dem Sinn oder Unsinn von den Hundeplätzen so auf sich?

Wer Antworten möchte, sollte diese Seite bis zum Ende lesen.
Beispiel 1
Der Anführer geht vorn!

Noch ein kleiner Beitrag zum Thema: richtiger Hundetrainer
Selbst einige dieser Leute im Fernsehen machen Fehler [schon vor langer Zeit in einer namhaften Tiersendung gesehen], wo man doch meinen sollte, dass sich nur die wirklichen Experten vor die Kamera und ein Millionen-Publikum wagen.

[Als ich das schrieb, war M. R. noch relativ unbekannt. Inzwischen scheint er zu dem Hundeexperten Deutschlands geworden zu sein, aber ich finde seine Betrachtungsweise äußerst einseitig. Er liegt mit seinen Diagnosen sicher richtig, aber er bringt die Ursachen nicht auf den Punkt - finde ich.]
 
Der Trainer wird gerufen, weil der Hund der Familie alle Hunde auf der Straße und überall anbellt.
Er soll / muss also lernen das nicht zu tun - gute Idee - und das geht natürlich zuhause nicht. Man geht also auf die Straße, um zum Hundepark zu gelangen - auch noch eine gute Idee.
Aber niemand beachtet, dass der Hund auf dem Weg dorthin an der Leine zieht.
Was hört man in solchen Fällen nicht alles:
  • "Ist ja nicht so schlimm - ich kann ihn ja noch halten."
  • "Er kann nicht schnell genug zu seinem Spielplatz kommen."
  • "Wenn wir raus gehen, ist er immer wie verrückt. Es kann ihm gar nicht schnell genug gehen."
  • oder was auch immer

Das geht so nicht!
Egal welche Ausrede ihr oder andere habt, dass der Hund vorn geht - sie ist falsch!

Der Anführer geht vorn!
Wenn ihr also dem Hund erlaubt vor euch zu gehen, führt er das Rudel an und hat seinen Instikten nach
  • nicht nur das Recht, sondern die Pflicht "sein Rudel" zu beschützen, d. h. andere Hunde anzubellen!
  • das Recht zu bestimmen in welche Richtung das Rudel sich bewegt!
  • das Recht zu bestimmen wie schnell sich das Rudel zu bewegen hat!

Lasst ihr ihn hinter euch gehen, haben sich alle diese Probleme schon fast von ganz allein erledigt!
Beispiel 2
Kontrolle über das Futter

Jeder Hundehalter weiß eigentlich, dass man dem Hund 5 bis 10 Minuten Zeit zum Fressen lassen soll und dann den Napf wegräumen. Wer hält sich daran?
Was hört man hier für Ausreden / Argumente dagegen?
  • "Was macht es schon, wenn das Futter stehen bleibt?"
  • "So kann der Hund wenigstens zwischendurch was fressen."
  • "Ist doch nur Trockenfutter..."
  • oder was man sonst so hört.

Falsche Einstellung liebe Leute!
Welcher Wolf (oder ein anderes Raubtier) erlegt in freier Wildbahn alle Stunde ein Beutetier, um dann etwa 100 Gramm oder weniger davon zu fressen?

  • "Ihr müsst das Futter wegräumen, sonst erzieht ihr euch einen Mäkler."
    Richtige Einstellung aber nicht ganz richtige Begründung.

Wir finden Jan Fennell stellt das recht deutlich und einfach dar:
"Die Kontrolle über das Futter steht nur dem Ranghöchsten zu." und das ist in einem Menschen-Hunde-Rudel nun mal nicht der Hund!

Wenn doch...
Beispiel 3
Begrüßung

"Der Betriebsdirektor sagt doch auch nicht als erstes der Reinungskraft 'Guten Tag'.", waren die Worte mit der unsere Hundetrainerin uns klar machte, warum man nicht beim Nachhause-Kommen als erstes den Hund begrüßt. Völlig verständlich - oder?
Wenn man sich Sendungen über Wölfe anschaut, in Natura konnte ich leider noch nicht in einem Wolfsrudel "hospitieren", erkennt man ganz leicht, dass die Rudelführer sich erhaben, nahezu apathisch benehmen. Kommt ein niederes Mitglied heim, macht es den Anführern "seine Aufwartung". Kommen die Anführer heim, werden sie von den anderen begrüßt und begeben sich "erhaben arrogant" auf ihre Plätze, ohne vom Rudel überhaupt Notiz zu nehmen.

Was hört man hier so:
  • "Warum soll ich meinen Hund nicht streicheln, wenn er sich doch so doll freut."
  • "Ich sehe nicht ein, dass ich mich nicht auch zu meinem Hund freuen soll, wenn er das tut."
  • "Nein, so sind wir nicht. Wir begrüßen immer den Hund."
  • oder sonst etwas

Auch hier:
Vorsicht, liebe Leute.
Auch das ist im Instinkt der Hunde fest verankert! Der Niedere begrüßt den Höheren.
Begrüßt ihr den Hund, zeigt ihr ihm in Hundesprache, dass er der Chef ist.
Beispiel 4
Betteln und Fütterungszeit

Wer kennt das nicht? Ihr habt etwas zu Essen in der Hand und euer Hündchen setzt sich brav vor euch hin und schaut euch mit solch einem treuen und herzerweichenden Blick an, da kann man doch gar nicht widerstehen.

Sollte man aber - jedenfalls zum Teil.

Kein Hund gibt freiwillig Fressbares heraus, wenn er es ersteinmal hat! Es sei denn ein Stärkerer zwingt ihn dazu z. B. ihr, wenn ihr "Pfui" ruft und der Hund lässt es fallen oder ihr nehmt es ihm einfach weg.
Damit demonstriert ihr ihm eure Stärke.
  • Gibt der Hund nach, gibt er sich unterlegen.
  • Gibt er nicht nach und knurrt vielleicht sogar, akzeptiert er euch nicht als Rudelführer!

Oder meint ihr, euer Hund würde den leckeren Knochen rausrücken, weil ihr ihn ganz lieb anschaut?
Euch muss er nicht mal anknurren - er sitzt nur und schaut euch an und ihr gebt ihm etwas ab.
Euer Hund sagt sich definitiv nicht "Och mein Herrchen ist aber lieb, der gibt mir was." Für ihn heißt das, dass er euch "in der Tasche hat". Er sammelt Punkte.

Sicher fällt es oberschwer dem treudoofen Blick nicht nachzugeben und deshalb, wenn ihr meint, dass euer Hund ruhig etwas abhaben kann,
  • lasst ihn erstens irgend etwas dafür tun - und wenn es nur "Sitz" oder "Platz" ist und
  • gebt ihm zweitens das letzte Stück!
In der Hundesprache heißt das, dass ihr "die Beute aufgegeben" habt und somit ein Niederer sich bedienen kann.

Natürlich muss das immer die Ausnahme bleiben, sonst habt ihr bei jeder Mahlzeit das Problem.

Wenn der Hund aber weiß, dass er als Letzter dran ist, und damit sind wir bei der Fütterungsregel - die Bauernregel "Erst das Vieh" hat in der Hundeerziehung absolut keine Bedeutung - wird er bei jeder eurer Mahlzeiten geduldig warten, bis er dran ist.

Der Rangniedrigste - und das sollte immer der Hund sein - frisst als Allerletzter!
Damit demonstriert ihr, dass ihr die Kontrolle über das Futter habt, was in Hundesprache auch wieder heißt, dass ihr der Chef seid.

Einige dieser "Ansichten" gelten inzwischen in einigen Kreisen als überholt, was ich aber nicht so sehe.
Die antiautoritäre Erziehung funktioniert ja auch nicht bei allen Kindern. J
... und nach diesen Beispielen beantwortet euch selbst die Frage:
Wie, wann und wo kann man das trainieren und durchsetzen -
  • auf dem Platz der Hundeschule?
  • zusammen mit einem Hundetrainer?
  • oder doch eher zu jeder Zeit zuhause?

Ob ihr dazu einen Hundetrainer zur Hilfe nehmt oder die Hinweise eines "Hundeflüsterers" aus einem Buch oder euch die Tipps dazu in der Hundeschule holt, ist völlig nebensächlich. Wichtig ist, dass ihr es tut und dass ihr es konsequent tut. Was auch immer euer Stil sein soll, haltet euch selbst daran. "Heute so und morgen so" ist für den Hund ebenso verwirrend, wie nur ein halber Rudelführer.
Konsequenz
... ist das wichtigste Wort in der Hundeerziehung!

Ein Hund ist in Allem, was er tut (oder auch nicht tut), stets konsequent.
Wir Menschen sind die, die schon mal nachgeben - und mit jedem Nachgeben von uns - mit jeder noch so kleinen Inkonsequenz "sammelt der Hund Punkte" für sich. Wenn der Hund meint "genug Punkte gesammelt" zu haben, stellt er die Rudelführung der Menschen in Frage.

Das ist dann der Zeitpunkt, wo es gefährlich werden kann.

Der vermeindlich ranghöhere Hund schnappt dann disziplinierend nach dem Rangniederen - oder das Schoßhündchen meint es habe das Recht Besucher zu vertreiben o. Ä.
Bei kleinen Hunden gibt es vielleicht Schrammen, bei großen auch schon mal etwas mehr...
Hinzu kommt der Stress, den der Hund dann hat, weil er mit der Rudelführung gnadenlos überfordert ist - und der Stress, den wir haben, weil unser Hund unberechenbar und z. T. aggressiv ist.

Es ist wirklich nicht nötig, dass Menschen schmerzliche - oder gar noch schlimmere - Erfahrungen mit Hunden machen. Man kann es verhindern, wenn man nicht nur frühzeitig sondern ständig und - wieder das Wort - konsequent daran arbeitet.

Hundeerziehung
  • das sind nicht die 2 Stunden am Wochenende auf dem "Abrichteplatz", wie die Dinger mancherorts nicht zu Unrecht heißen;
  • es sind nicht die paar anderen Stunden der Woche, die man vielleicht zum Hundetraining oder zur "Hundeschule" geht - schon der Begriff allein ist idiotisch, denn nicht der Hund muss in die Schule, sondern die Menschen!;
  • das ist auch nicht die Zeit, die man beim Gassi-Gehen, oder besser Gassi-Fahrrad-Fahren - weil der Hund ja Bewegung braucht - auf den Hund einwirken kann;
  • es sind auch nicht die Übungen "Sitz" und "Platz" oder andere;
  • sondern es sind 100% der täglichen Zeit des Umgangs mit dem Tier!
Ich nehme nochmal eine Anleihe bei Jan Fennell. Sie schreibt in ihrem Buch: "Wenn ihr es schafft, dass der Hund von sich aus meint 'Wenn ich auf den höre, geht's mir gut und mir passiert nichts.', dann habt ihr es geschafft."

... und nie vergessen: Rangordnung ist nicht zu verwechseln mit Gehorsam.

Egal wie Mancher das sehen will und mag:
Der Hund ist und bleibt ein Instikt gesteuertes Raubtier!
Egal wie groß und wie alt der Welpe, das Hündchen, der Hund ist.
Fazit:
Hier oben und auf einer anderen Seite habe ich unter dem Thema sechste Zeit dazu geschrieben, dass Hundeerziehung immer und zu jeder Zeit erfolgt! Im Unterschied zu uns Menschen kann der Hund nicht zwischen "Freizeit" und "Arbeit" unterscheiden.

Er beobachtet und lernt. Er sammelt Erfahrungen und er sammelt auch Punkte. Er testet seine Grenzen aus - so wie es die Wölfe in der freien Natur seit hunderten von Jahren tun. Eure Schwächen sind seine Stärken. Meint er mehr Stärken zu haben als ihr, zwingt ihn sein Instinkt die Führung des Rudels zu übernehmen, weil Selbiger ihm auch sagt, dass nur so das Überleben des Rudels gewährleistet ist.
Und das Überleben des Rudels - dessen seid absolut sicher - ist ihm das Allerwichtigste!

In dem Moment, wo ihr eine Regel anwendet, eine andere aber nicht, verwirrt ihr den Hund.

Verwirrte Hunde sind unausgeglichen. Unausgeglichene Hunde sind unberechenbar und, das wird euch sicher mehr treffen als alles andere, unglücklich. Ihr wollt doch sicher keinen unglücklichen Hund - oder?

In dem Moment aber, wo ihr kaum eine oder gar keine Regel anwendet, macht ihr ihn zu eurem Rudelführer.

Ein Rudelführer muss das Rudel beschützen! Kann ein Hund das in der heutigen Zeit?
  • Sicher kann er Besuch verbellen oder anderweitig tyrannisieren.
  • Sicher kann er jedes Läuten an der Haustür mit einem Mördergebell begleiten, weil er Eindringlinge vermutet.
  • Sicher kann er Frauchen oder Herrchen so "beschützen", dass der jeweils andere Partner nicht mehr in das gemeinsame Bett oder zum Kuscheln auf die Couch darf.
  • Sicher kann er euch beim Baden oder Fönen in die Hand beißen, weil er euer Verhalten nicht toleriert und es auf Hundeart ahndet.
  • Sicher kann er nach euch schnappen oder gar beißen, wenn ihr mit "seinem" Futter rumhantiert.
  • Sicher kann er euch auch anknurren, wenn ihr ihm "vermeintliche Beute" in Form von Hausschuhen oder gefundenen Knochen wegnehmen wollt.
  • Im Extremfall kann er auch disziplinierend nach euch schnappen, wenn ihr in sein vermeintliches Ruhelager eindringt.

Der Rudelführer muss das Rudel aber auch außerhalb der eigenen vier Wände beschützen,
  • wenn andere Hund kommen - das kann er.
  • wenn andere Menschen euch zu Nahe kommen - auch das kann er.

Ein Rudelführer mag es gar nicht, wenn er sein Rudel nicht unter Kontolle hat und
  • wird vor lauter Nervosität die ganze Zeit bellen, die ihr nicht da seid,
  • wird vor Frust, ggf. eure Wohnung zerlegen,
  • wird aus demselben Grund euer Auto beschädigen oder sonst etwas tun,

Alles das sind Allüren eines Rudelführers.
Dazu kommen noch die Punkte, die ich oben schon geschrieben habe, wie das Ziehen an der Leine u. v. m.
Und jetzt überlegt mal, wie viele Hunde ihr kennt, die genau das tun?

Ein Rudelführer muss aber noch mehr tun:
  • Er muss zu jeder Zeit für das Futter des Rudels sorgen, aber er kennt sich weder mit dem Öffnen von Dosen noch Futtersäcken aus; für eure Verpflegung kann er gleich gar nicht sorgen und ich glaube nicht, dass ihr seine Reste essen wollt.
  • Er kann auch keine Türen öffnen - die Meisten jedenfalls nicht.
Deswegen ist der "moderne", domästizierte Hund mit der Führung des Rudels überfordert!

Aus diesen Gründen:
Tut eurem Hund und vor allem euch selbst den Gefallen und seid selbst der Rudelführer!

Der glücklichste Hund ist der, der (in seinem Rudel) überhaupt nichts zu melden hat!
Er hat keine Verantwortung und ist deshalb total entspannt.

Wie ihr am besten dahin kommt, könnt ihr in den verschiedensten Büchern nachlesen.
Wir haben uns für Jan Fennell und für Cesar Millan entschieden.
der Zwinger- und der Kettenhund
Wir möchten an dieser Stelle unsere Meinung gegen Zwinger- und erst recht Kettenhaltung kund tun - nicht dass hier noch Jemand etwas falsch versteht!

Kein Mensch hat das Recht einen Hund den ganzen Tag einzusperren und von "seinem Rudel" getrennt zu halten! Der Hund ist ein Rudeltier und braucht die Gesellschaft.

Unsere Hunde leben im Haus, in der Familie - mit der Familie. Ich denke unsere Bilder drücken das zur Genüge aus. Allerdings haben wir seit einiger Zeit Zimmerkennel, in die die Junghunde kommen, wenn wir nicht im Hause sind und sie auch nicht mit können. Das dient zum einen dem Schutz der Möbel, aber vor allem dem Schutz der Hunde, denn Bulldogs sind ein Wenig verfressen und schrecken auch nicht davor zurück Pappe, Plastik oder gar Schaumgummi zu schlucken. Auch das Anknabbern von stomführenden Leitungen ist der Gesundheit nicht förderlich. Sobald sie alt genug sind diesen Unsinn zu lassen, können sie sich im Haus aufhalten wo sie wollen.

Einen anderen wichtigen Aspekt möchten wir dazu auch noch anführen, den wir aus einem der unten angeführten Bücher haben:
  • Wir Menschen haben eine große, weite Welt.
  • Wir haben Freunde, Bekannte, Kollegen und Vieles mehr - jeden Tag Abwechslung.
  • Der Hund hat nur uns!

Ein Hund hat nichts von seinem Leben, wenn er die meiste Zeit oder gar den ganzen Tag im Zwinger sitzt oder - noch besser - auf dem Hof an der Kette liegt.
Der Mensch hat ebenfalls nicht viel von diesem Hund, weil er früher oder später zum "Beller" und sicherlich irgendwann auch aggressiv wird.
Wer hört schon auf das Bellen eines Hundes, der ohnehin den ganzen Tag kläfft?
Das schreckt weder Einbrecher nochandere Tiere ab.
Wir haben einen Fuchs keine 10 cm vor dem "Kettenhund" langlaufen und die Hühner aus dem Stall holen sehen: "Bell' doch so viel du willst und zerr an deiner Kette. Du kriegst mich eh nicht.", wird Meister Reinicke sich dabei wohl gedacht haben...

Ein paar Fragen an die Zwingerhundehalter:
  • Was nutzt euch der wachsamste Hund, wenn er draußen auf dem Hof im Zwinger sitzt und Alarm schlägt während die Einbrecher das Haus leer räumen?
  • Was denkt ihr, wenn euer Hund nachts oder am Tage bellt?
  • Was tut ihr dann?
  • Wie reagieren eure Nachbarn?
  • Was passiert, wenn die Zwingertür mal nicht richtig zu ist?

Ein paar Anmerkungen von Jemandem, der seine Hunde im Haus hält:
  • Wir würden gern mal wissen, was passiert wenn ein Einbrecher oder Fremder in unserer Abwesenheit das Haus betritt - möchten es aber Niemandem zumuten.
  • Wenn einer unserer Hunde bellt, schauen wir nach warum - und in der Regel gibt es dann immer irgendwelche Ungereimtheiten, die zu klären sind.
  • Vor einiger Zeit stand bei uns die Gartentür offen. Als wir nachhause kamen, lagen die Hunde dahinter und warteten gelassen auf unsere Rückkehr. Dasselbe passiert übrigens auch bei nicht geschlossener Haustür.
  • Sogar noch einen Punkt extremer: Unlängst vergaß ich nach dem Spaziergang die PAULA draußen vor der Haustür. Ihr stand damit die große, weite Welt offen, aber was tut sie? Sie setzt sich treu und brav hin und wartet, bis einer kommt und sie wieder rein lässt.
Hund entlaufen
Den Spruch: "Mein Hund ist weggelaufen." werdet ihr von dem Halter von gut sozialisierten Hunden nicht zu hören bekommen. Nicht nur, dass diese Hunde wissen, wo sie hingehören, sagt ihnen ihr Instinkt auch, dass sie ohne Rudelführer schutzlos sind - und deshalb gehen sie nicht ohne ihn!
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